T OU R I S M US
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In
Mariannelund und der näheren Umgebung gibt es viele Möglichkeiten, die
typische småländische Natur zu erkunden. Beginnen Sie z.B. mit einem
Picknick im Herrgårdspark oder mit einem anregenden Spaziergang
zum Aussichtspunkt Fagerkullen. Und
danach versuchen Sie vielleicht als nächste Herausforderung, den grossen
Felsblock Runkesten zum Schaukeln zu bringen. Oder wie wäre es mit einem
Besuch der Originalschauplätze aus den bekannten
Astrid-Lindgren-Kinderfilmen?
Herrgårdspark
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| Herrgårdsparken Der Name Mariannelund
stammt von einem alten herrschaftlichen Anwesen aus dem 16. Jahrhundert.
Der dort lebende Freiherr General Siegroth liess damals den Ursprungsnamen
„Strömstorp“ nach seiner Frau Mariana in „Mariannelund“ ändern.
Im Anschluss an den Garten entstand dort ein herrlicher Park mit Dämmen
und verschlungenen Wasserläufen in schöner
Natur. Die weisse Pavillionbrücke im Park wurde zu einem
Wahrzeichen für Mariannelund. Ende des 17. Jahrhunderts
überliess Siegroth einem Regiment aus Kalmar einen Teil des Geländes als
Exerzierplatz. Den Herrgårdspark
erreicht man, wenn man mitten im Ort die Strasse an der Apotheke vorbei
nimmt und dann leicht links in Richtung Mariannegatan abbiegt. Folgt man
dem Weg über die Brücke, so kommt man zu einem Parkplatz direkt am Park. Im Herrgårdspark finden
zu verschiedenen Zeiten Feste und Veranstaltungen statt, auf die durch
Plakate und Informationen im Touristenbüro hingewiesen wird. Der Park ist
auch ein beliebter Platz für Hochzeitsfotos und hervorragend für ein
kleines Picknick geeignet.
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| Trollegata
In
früheren Zeiten war diese Schlucht Bestandteil eines speziellen Systems
von Winterwegen. Die aufgeweichten Böden waren zu manchen Jahreszeiten
nicht befahrbar, und so benutzte man die Schlucht mit ihrem steinigen
Boden mit für den Transport von Bau- und Feuerholz und Holzkohle zur
Eisenbahnlinie nach Mariannelund. Über
Trollegata gibt es viele Sagen. Eine davon kann man dort auch auf einem
Schild nachlesen, was gerade für Kinder eine interessante Sache ist. Trollegata
erreicht man von Mariannelund aus über
die Strasse 33 in Richtung Vimmerby. Nach den letzten Häusern der
Ortschaft geht es links ab am Schild „Kåremåla“. Nach ca. 2 km
erreichen Sie ein kleines blaues Schild mit der Aufschrift „Trollegata“,
das nach rechts weist. Dort
folgt man der Ausschilderung über einen Fussweg.
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| Runkesten Runkesten ist ein grosser Findling, der sich selbst mit seinem eigenen Gewicht in der Balance hält und durch die Kraft eines Menschen zum Schaukeln gebracht werden kann. Ein Hinweisschild zwischen Mariannelund und Rumskulla weist den Weg dorthin. |
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| Varggropen Es könnte diese Wolfsgrube im Wald wenige Kilometer von Mariannelund entfernt gewesen sein, wo sich Emil aus Lönneberga laut Astrid Lindgren aufgehalten hatte. Die
drei Dörfer Norrlida, Stolparp und Krogstorp erbauten einst gemeinsam ein
Abwehrsystem gegen Wölfe rund um ihr
Gebiet, um die Bewohner der Dörfer zu schützen. Sie hoben Gruben aus,
sicherten deren Wände mit Holz und bedeckten sie mit Ästen und grünen
Zweigen, nachdem sie schmackhafte Köder für die Wölfe dort ausgelegt
hatten. Wenn die Wölfe sich nun die Köder holen wollten, fielen sie in
die Gruben und wurden mit Spiessen getötet. Den letzten Wolf fing man in
diesen Gruben um 1840.
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| Sankt
Lars offerkälla Direkt
bei Runsdal und Bostorp befindet sich die Sankt Lars Opferquelle oder auch
Runsdal-Quelle. Die Quelle ist nicht sehr tief. Die Wasseradern kommen von
Süden und laufen durch einen Bach in Richtung Norden ab, wie es für
Opferquellen typisch ist. Im
Jahr 1934 wurde diese Quelle gereinigt, weil sie inzwischen zugewachsen
war und dadurch kein reines Wasser mehr führte. Nun war das Wasser wieder
so kristallklar, dass man davon trinken und darin baden kann. Diese Quelle
sprudelt auch in den Trockenzeiten, wenn andere Quellen bereits versiegen.
Gelegentlich kann man darin sogar Kupfermünzen aus der Zeit Gustav Vasas
finden. Am
Ortsende von Mariannelund in Richtung Eksjö direkt hinter der Tankstelle
biegt man nach links auf einen kleinen Kiesweg ab, um die Quelle zu
erreichen. Folgt man dem Weg ca. 100 Meter bis zum Ende, schliesst sich
direkt ein Pfad an. Unterhalb eines Hügels steht auf der rechten Seite
ein Hinweisschild zur Quelle.
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| Ulfvedals
kvarn Auf dem Hägnebacken liegt die restaurierte alte Mühle „Ulfvedals kvarn“. Hier kann man sehr gut sehen, wie Wassermühlen früher konstruiert waren und wie sie arbeiteten. Der örtliche Heimatverein hat diese Mühle und das umliegende Gebiet 1980 wiederhergestellt. Die
Mühle ist ein kulturhistorisches Objekt in schützenswerter Umgebung. Um
die Mühle zu erreichen, die ein sehr schönes Ausflugsziel ist, folgt man
von Mariannelund aus der Strasse 129 in Richtung Lönneberga. Ca. 2 km von
Mariannelund gibt es auf der rechten Seite ein Schild mit dem Hinweis zur
„Ulfedals kvarn“. Von dort aus folgt man dem kleinen Waldweg und sieht
dann bald darauf die Mühle auf der rechten Seite.
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Mariannelunds och Hässlebys Hembygdsgård
Im Hembygdsgården finden
viele Feste und Veranstaltungen statt, so z.B. zu Mittsommer, das
Erntedankfest, das småländische Kartoffelpufferfest und viele andere
volkstypische Musik- und Trachtenveranstaltungen. Der Hembygdsgård liegt direkt am Ortsausgang von Mariannelund in Richtung Eksjö gegenüber der Tankstelle.
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Högebro![]() Högebro ist ein Brückenübergang über den Bruzaån-Wasserfall, wo es schon von alters her Brücken über den Fluss gab. Hier kann man noch die Reste der alten Natursteinbrücke aus dem 17. Jahrhundert sehen. Seit 1918 gibt es dort auch ein Wasserkraftwerk, das noch immer in Betrieb ist. Die
allgemeinen Verkehrswege dürften zu allen Zeiten den Bruzaån gekreuzt
haben, weil sich
wahrscheinlich dort immer eine hohe Brücke befunden hat.
Der Name „Högebro“ stammt bereits aus dem Jahr 1634. Högebro
ist eine von den wenigen Stellen in Schweden, wo sich Wasserwege, Landwege
und Eisenbahnlinien gleichzeitig kreuzen. Högebro liegt nur einige
Kilometer von Mariannelund entfernt auf der 33 in Richtung Eksjö.
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| Fagerkullen Nach einem anregenden Spaziergang über den verschlungenen Pfad hinauf zum Fagerberget kommt man direkt zum Fagerkullen, wo man eine fantastische Aussicht über den See „Nedre Åsjön“ hat. Bei guter Sicht kann man sogar den Kirchturm von Hässleby am Horizont schimmern sehen. Auf
einer alten Karte von 1706 wird dieser Platz noch als „Engaberget“
bezeichnet. Fagerkulla war
bis Anfang des 19. Jahrhunderts bewohnt. Der letzte Bewohner dort war
Henning Fågelberg.
Nur
wenige Kilometer hinter Mariannelund auf der Strasse 33 in Richtung
Vimmerby geht es an einem Hinweisschild rechts ab nach Bullerbyn (Bullerbü).
Dieser Platz wurde durch Astrid Lindgren und ihre Geschichten weit über
Schwedens Grenzen hinaus bekannt. Dort hatte früher der Vater von Astrid
Lindgren gelebt. Der kleine Ort ist heute ein beliebtes touristisches Ziel,
nicht nur für Familien mit Kindern. Das
gilt auch für den Katthult-Hof (der eigentlich Gibberyd heisst). Dort
wurde 1971 der Film „Emil von Lönneberga“ gedreht. In Deutschland
heisst Astrid Lindgrens Figur allerdings Michel und ist aber dort ebenso
bekannt, wie Emil hier in Schweden. Besuchen Sie den Originalschauplatz
des Filmes, wo Michel seine kleine Schwester am Fahnenmast emporzog, damit
sie bis nach Mariannelund sehen konnte. Wer Michel aus den Filmen kennt,
der wird die Schauplätze sofort wiedererkennen. Vor Ort finden Sie Möglichkeiten
zum Kauf von typischen Souvenirs. Auch für den Familienausflug mit
Kindern bietet sich Katthult an. Gibberyd (Katthult) liegt nur knapp 10 km nordöstlich von Mariannelunds Zentrum. Bei einer Abzweigung auf dem Weg nach Bullerbyn geht es zur Pelarne Kirche, die besonders sehenswert ist. Es handelt sich hier nämlich um die älteste schwedische Holzkirche mit einem separaten Glockenturm und manuellem Läutwerk, die heute noch regelmässig in Gebrauch ist. Die Kirche selbst stammt aus dem 13. Jahrhundert, der Klockenturm wurde Ende des 17. Jahrhunderts errichtet. Die Eltern von Astrid Lindgren wurden übrigens 1905 in dieser Kirche getraut. In
der Nähe von Rumskulla liegt gut ausgeschildert der Norra Kvill
Nationalpark, ein småländischer Naturwald, in dem seit über 150 Jahren
keine Bäume mehr gefällt wurden. Dieses Naturschutzgelände bietet
einzigartige Möglichkeiten für Wanderungen durch die unveränderte småländische
Natur. Direkt
neben dem Nationalpark liegt die Rumskulla-Eiche oder Kvilleken, die über
1000 Jahre alt ist und mit ihrer heute immer noch intakten grünen Krone
zu den nachweislich ältesten Bäumen Europas gehört. Den
Nationalpark erreichen Sie von Mariannelund aus über die Strasse 33 in
Richtung Vimmerby. Direkt hinter Mariannelund geht es links ab nach
Rumskulla. Dort durchqueren Sie die Ortschaft auf der Hauptstrasse und
stossen im weiteren Verlauf der Strasse
auf Hinweisschilder nach Norra Kvill und zur Kvilleken. |
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Photo: Bengt Pettersson